Archaologische Statte Sittard - Geleenbeek Ligne

Erbe

Erleben Sie die archaologische Geschichte der Geleenbeek Ligne in Sittard. Laden Sie die app und kommen Sie an der Fundstelle von Angesicht zu Angesicht mit unserem Archaologe. Er erzahlt Ihnen die Geschichte und Bedeutung der Geleenbeek Ligne durch modernste virtuelle Technik.

Wasser – Geben und Nehmen

Die Geleenbeek – von prähistorischer Zeit bis in das späte Mittelalter waren die Menschen anscheinend in einer Art Hassliebe mit diesem Bach verbunden. Wenn er ruhig vor sich hinplätscherte, war das Ufer ein hervorragender Ort zum Fischen und Arbeiten. Hier wuchsen Kräuter und andere Pflanzen, die als Nahrung oder Medizin genutzt werden konnten. Der Bach spülte Feuerstein und anderes Material an, das zu Werkzeugen verarbeitet werden konnte. Das klare Wasser löschte den Durst und war wichtig für die Zubereitung von Speisen.

Doch der Bach konnte auch launenhaft sein und immer wieder wie aus dem Nichts alles überfluten. Da war es natürlich besser, ihn durch gelegentliche Opfer zu besänftigen. Dies geschah zum Beispiel an dieser schönen Stelle hier im Geleenbeektal bei Ligne.

Hier wurden zahlreiche Funde gemacht.

Die Bandkeramiker (5300 bis 4900 v. Chr.) ließen hier vor etwa 7000 Jahren ihre Tongefäße zurück, die sie zum Kochen und zum Wasserholen benutzten. Fundstücke aus Feuerstein sind ein Hinweis darauf, dass die frühzeitlichen Bauern hier Felle bearbeiteten und Pfeilspitzen herstellten. Auch ein Mahlstein mit Spuren von rotem Ocker wurde hier gefunden. Die Ockerreste werden häufig mit der Ausübung von Ritualen in Verbindung gebracht.
   
Das besondere Verhältnis zum Wasser scheint es jedoch in jeder Epoche gegeben zu haben. So wurde zum Beispiel auch seltene Keramik aus der Bronzezeit vor ca. 4000 Jahren gefunden, die vermutlich ebenfalls rituellen Zwecken diente. Auch aus der Römerzeit vor etwa 2000 Jahren sind viele Hundert Scherben zum Vorschein gekommen – ein wahres Puzzlespiel für die Mitglieder des archäologischen Teams! Diese Funde deuten ebenfalls auf einen rituellen Hintergrund hin. Auch Metallgegenstände aus der Römerzeit wurden ausgegraben, zum Beispiel silberne Fibeln. Und noch heute werfen wir dann und wann eine Münze in einen Brunnen – eine Form des Aberglaubens, die vielleicht schon mehr als 10.000 Jahren alt ist. Wer weiß?

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Hisweis: Der Arceho Fundort befindet sich auf dem Ligne-Platz an der Kreuzung mit der Thur Laudystrasse.

Weitere Informationen:

Erfgoedcentrum De Domijnen

Kapittelstraat 6

6131 ER Sittard

Niederlande

+31 (0)88-5995555

www.dedomijnen.nl

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Kontaktdaten

Archeologische vindplaats Sittard - Geleenbeek Ligne
Deken Tijssenstraat
6131 GB SITTARD
Niederlande

Ausstattung/Service

Für Behinderte zugänglich
ja